Deutsche Meisterschaften
Elena Peppler mit Bezirksrekord in der Schwimmoper
Staffeln des TV Wetzlar flott unterwegs
(uw) In der Wuppertaler „Schwimmoper“ wurden die Deutschen Meister/innen im Schwimmen auf der Kurzbahn ermittelt. 198 Vereine mit fast 1000 Sportlern hatten Ihre Meldungen zu den nationalen Titelkämpfen abgegeben. Das Glamourpaar der Deutschen Schwimmer, Britta Steffen und Paul Biedermann, ging in Wuppertal ebenso an den Start wie die 10 Aktiven des TV Wetzlar 1847, die im Vorfeld die Qualifikationsnormen unterboten hatten.
Mit einem neuen Bezirksrekord über 100m Brust war Elena Peppler erfolgreichste heimische Sportlerin. „Wir haben im Vorfeld mit einem Finalplatz unter den besten 16 spekuliert da alle Strecken nur offen gewertet und es keine Jahrgangswertung gibt, aber die Leistungsstärke in der Breite war in diesem Jahr groß“ erläutert Abteilungsleiter Schwimmen, Reinhard Felten, vom TV Wetzlar. „Mit zwölf Bestzeiten und dem 17. Platz von Svea Boßerhoff in der offenen Klasse sowie dem Bezirksrekord von Elena Peppler haben wir uns aber sehr gut präsentiert, alle Sportler waren in guter Form und haben viel Motivation für das neue Trainingsjahr mitgenommen, die Trainer sehr gute Arbeit geleistet“ fügt er hinzu.
Im Endlauf der schnellsten acht Deutschen ging Svea Boßerhoff (Jg.93) über 1500m Freistil an den Start. Im erlesen Feld dieser schwamm Sie auf der Außenbahn mit der langsamsten Meldezeit der acht. Schon nach 400m hatte sich das Feld von Ihr gelöst und Svea Boßerhoff schwamm dann ihr eigenes Rennen. „Svea hat natürlich versucht am Anfang dran zu bleiben, ist dadurch aber zu schnell gewesen – das hat Kraft gekostet für den Schluss“ erklärt Trainer Uwe Hermann, der seine Aktiven vor Ort betreute. Im Ziel blieben die Uhren für die Siegerin, Melanie Radicke aus Halle, bei 16:16 Minuten stehen, Boßerhoff kam 60 Sekunden später nach 17:17,84 Minuten ins Ziel – 17. Platz in der offenen Klasse. „Ich habe meine Zeit von den Landesmeisterschaften vor drei Wochen um 30 Sekunden gesteigert“ zeigte sich die Jurastudentin sehr zufrieden mit Ihrer Leistung.
Auch in den Rennen über 400m Freistil (45. / 4:27,61) und 800m Freistil (27. / 9:08,32) waren jeweils deutliche Steigerungen. Auf den Rückenstrecken ist Christian Balser (Jg.93) zu Hause. Er ging bei diesen Titelkämpfen über 50m (28,12 / 83. Platz) und 100m Rücken (73. / 1:00,31) an den Start und bestätigte seine guten Vorleistungen. Sein Bruder Adrian Balser feierte in Wuppertal wie auch Sarah Berneaud (beide Jg.96) Ihre Premiere. Das Duo ging erstmals bei den offenen nationalen Meisterschaften an den Start. Balser bot über 100m Lagen in 1:01,75 Minuten (72. Platz) eine tolle Leistung und war damit – inoffiziell – auf dem dritten Rang in seinem Jahrgang!
Sarah Berneaud hatte sich bei den Landesmeisterschaften erstmals für die „Deutschen“ qualifiziert und ging über die Freistilstrecken 50m, 100m und 200m an den Start. Schon bei den Hessischen Meisterschaften war das Ziel, die „Schallmauer“ im Schwimmen - also unter 60 Sekunden über 100m – zu durchbrechen. Vor drei Wochen haben 0,32 Sekunden gefehlt, diesmal 0,16!“ freute sich Trainer Uwe Hermann zwar über die Leistung seines Schützlings, war aber dennoch traurig das es wieder nicht geklappt hat. In 1:00,16 Minuten schwamm Berneaud aber Bestzeit beim Sieg von Olympiasiegerin Britta Steffen. In der Entscheidung über 50m Freistil blieb Sie in 0:27,98 Sekunden nur knapp über Ihrer Siegerzeit von den Hessischen Meisterschaften.
Neu in der Rekordliste des Bezirk West im Hessischen Schwimmverband steht nun Elena Peppler (Jg.94) vom TV Wetzlar. Sie löschte die alte Bestmarke von Daniela Paul (Giessener SV) aus dem Jahr 2002 aus und hält nun mit 1:13,13 Minuten (31. Platz) den neuen Rekord. „Es war leider kein optimales Rennen, da Elli auf der letzten Bahn nicht die Zugfrequenz gehalten hat, sonst wäre sie noch schneller gewesen“ sieht Trainer Uwe Hermann noch Luft nach oben. Im Rennen über 50m Brust erzielte sie in 33,98 Sekunden (54. Platz) eine weitere Bestzeit. „Ziel war beim Saisonhöhepunkt die beste Leistung zu bringen – das haben wir geschafft. Ich bin mit den Einzelergebnissen sehr zufrieden,
Stolz bin ich aber auf die Staffelzeiten, da waren die Jungs und Mädels richtig gut“ fand der A-Trainer lobende Worte für sein Team. Erstmals in der Vereinsgeschichte hatte sich ein Damenquartett für die Staffeln über 4x 50m Freistil und 4x 50m Lagen qualifiziert. In der Besetzung Roswitha Goy (Jg.94), Sarah Berneaud, Stephanie Fuhrländer (Jg.97) und Svea Boßerhoff steigerten sich die vier nochmals um fast eine Sekunde auf gute 1:52,15 Minuten (32. Platz). Auf den 33. Platz rangierte das TVW-Quartett in der Besetzung Roswitha Goy, Elena Peppler, Stephanie Fuhrländer und Sarah Berneaud über 4x 50m Lagen (2:05,53). Beide Staffeln haben sich mit diesen Zeiten erneut für die Meisterschaften in 2012 – ebenfalls in Wuppertal – qualifiziert.
Bei den Jungs war das Wetzlarer Quartett das jüngste Team, das in der Schwimmoper an den Start ging. In der Besetzung Adrian und Christian Balser sowie Danyal Komac und Leonard Schneider (beide Jg.95) hatten die Domstädter ein Durchschnittsalter von 16,25 Jahren am Start! Über 4x 50m Freistil bedeuteten 1:38,86 Minuten den 31. Platz, 4x 50m Lagen in 1:50,30 Minuten waren den 33. Platz wert.



